Termine und Vita

Foto: Heike Blenk

AKTUELL

19.11.21 ORPHEUS IN DER UNTERWELT / Opernloft Hamburg

Buchbar: DER WALD nach Ethel Smyth, ein Opernfilm von Kerstin Steeb & Team

12.02.21 DEIN OXY / Von Lisa Florentine Schmalz feat. Kerstin Steeb, Lichthof Theater Hamburg

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VITA

Kerstin Steeb schlägt in ihren Arbeiten immer wieder Brücken zwischen den Sparten Oper, Schauspiel und Tanz. Sie studierte vor ihrem Regiestudium Bewegungswissenschaft und Historische Musikwissenschaft (2001-2007). Neben ihrer Arbeit als Regisseurin ist sie Dozentin am Fachbereich Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. Ihre Schwerpunkte dort sind das Geräteturnen und Erarbeiten von Bewegungspräsentationen.Mit der Inszenierung und Choreografie von „Les Enfants Terribles“ von Philip Glass hat sie ihr zweites Studium der Musiktheater-Regie an der HfMT Hamburg abgeschlossen (2007-2012). Die strenge Form von Oper dekonstruiert sie oft durch eigene Bearbeitungen und Fassungen und deckt damit eine Direktheit im Spiel und eine aktuelle Brisanz in der Thematik auf. Sie inszeniert/e Oper an verschiedenen Häusern (Staatsoper Hamburg, Theater Pforzheim, Theater Hagen, Theater Lüneburg, Deutsche Oper am Rhein) und experimentierte mit außergewöhnlichen Orten und Formen im Kultursommer am Kanal im Herzogtum Lauenburg (Kanu-Wander-Theater mit 100 Beteiligten) so wie über das Thalia Theater und das Kulturagentenprogramm an verschiedenen Schulen Hamburgs.Das Ringen um gendersensibles Verhalten war von Beginn an prägend für ihre Arbeiten und verfestigt sich insbesondere in ihren freien Projekten, indem sie z.B. der verkannten weiblichen Komponistin Ethel Smyth auf den Spielplan verhilft. Dafür hat Kerstin Steeb ein weibliches Kernteam zusammengestellt, das im Bereich Oper immer noch geradezu ausnahmslos ist und zeigte am Lichthof Theater Hamburg 2021 bereits ihr zweites freies Projekt. Dokumentationstheater und experimentelle Formate boten Kerstin Steeb Ausflüge in das Kurzfilmgenre. Ihre Kurzfilm-Oper „Zauberflöte made in Dulsberg“ von 2017 hat sich rasant verbreitet und opernfernes Publikum erreicht. Kritiker*innen sagen über ihre Versuche, Oper für junges Publikum zu denken: „Vermutlich erzieht man so junge Menschen zu Opernfans“ Pforzheimer Kurier 2017. Vor kurzem feierte sie ihr Debüt am Theater Hagen mit „Orpheus und Eurydike“ von Gluck: „Für die Inszenierung hat sich Hüsers eine junge Regisseurin aus Hamburg ans Haus geholt, die überzeugend unter Beweis stellt, wie sich ein rundum gelungener Theaterabend ohne viel Schnickschnack auf die Beine stellen lässt.“ Tageszeitung Hagen 2020. Die Reaktionen im Publikum und in der Presse überschlugen sich und gingen so weit, Kerstin Steebs Inszenierung zu der Produktion zu zählen, „die zu den besten der Hagener Saison zählen dürfte.“ O-Ton 2020.Indem Kerstin Steeb historische Stoffe konsequent auf aktuelle Gesellschaftskritik bezieht, sichert sie einen Bezug über die Emotionalität von Musik hinaus und erweitert den Publikumskreis für die Oper. Kerstin Steeb ist bei Pro Quote Bühne aktiv. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Billwerder.

VERÖFFENTLICHUNGEN

Kerstin Steeb, „Ich würde es wieder tun“, Eine künstlerische Auseinandersetzung mit Brahms‘ Kollegin Ethel Smyth, in: Brahms-Studien Bd. 19, Hrsg. Beatrix Borchard und Kerstin Schüssler-Bach, Olms Verlag, Hildesheim 2021, (S. 340-354).

Bewegungsregie: Überlegungen zur Regiearbeit im postdramatischen Musiktheater, Verlag Dr. Müller, 2008.

Foto: Heike Blenk